28.02.2006
1:0 für Geißenpeter
Der Kindermaskenball des KV-Weiterstadt am Faschingsdienstag war für mich die kalendarisch letzte Veranstaltung der Faschingskampagne. Der Saal des Bürgerhauses, der im Extremfall schon mehrere hundert Personen aufnehmen kann, war von Anfang an sehr gut mit Kindern und deren Eltern gefüllt.
Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen, daß es den Erwachsenen für die kurze Dauer des Maskenballs nicht möglich ist, auf das Rauchen zu verzichten oder für eine Zigarette wenigstens den Saal zu verlassen. Schließlich handelt es sich um eine Veranstaltung nur für Kinder. So wich der Geruch der schießpulvergeschwängerten Luft allmählich dem Zigarettenqualm.
Obwohl, so viel geschossen wie früher wurde an diesem Tag nicht. Dafür hat die Beliebtheit von Spraydosen, aus denen auf Knopfdruck vorne eine eklige Knetmasse herausschießt, stark zugenommen. So eine Art Kindergotcha wohl ... Ansonsten wurden auch eher Schwert- und Lanzenkämpfe zwischen dem Geißenpeter und einem Schornsteinfeger, einer Pippi Langstrumpf und einem Robin Hood, sowie einem Krokodil und einer Parkscheibe beobachtet. Eine wirkliche Augenweide. ... so etwas sollte man einmal gesehen haben. (Ich wußte nicht, daß Parkscheiben im wirklichen Leben Schwerter bei sich tragen.)
Nach der Kinderanimation mit "Hände zum Himmel" und dem Ententanz, der diesesmal nicht mit Waffengewalt verhindert wurde, trommelte sich die Gruppe "Tamboure" mit ohrenbetäubendem Beat durch die Menge und führte das schon lange erwartete Weiterstädter Prinzenpaar auf die Bühne. Das Prinzenpaar beschenkte alle Kinder die sich in der 1 Kilometer langen Schlange angestellt hatten. In dieser Zeit spielten wir die Heteroversion von Marianne Rosenbergs "Sie gehört zu mir" und ein 40-minütiges Schlagermedley. Nach einem Auftritt der Prinzengarde folgte auch schon das große Finale. Damit war es schon wieder vorbei ... diese Veranstaltung und damit auch die komplette Faschingskampagne.
